Aus aktuellem Anlass möchte ich noch einmal auf die aktuelle rechtliche Situation hinweisen, bei Transport und Annahme von Maschinen per Spedition. Nicht nur Privatpersonen, auch Firmen lassen sich hier vom Transportfahrer oftmals überzeugen, genau das zu tun, was den Spediteur aus seiner Haftung entlässt.
So ging es unserem Kunden bei der Annahme einer Drehmaschine – eigentlich schon für den Transportweg relativ sicher in einer stabilen Holzkiste verstaut – hilft dieses jedoch nichts, wenn wohl beim umladen auf dem Weg ein Gabelstapler gegenfährt.
Das Loch wurde vom Kunden durchaus bemerkt, daher verweigerte er die Unterschrift die Ware im einwandfreien Zustand entgegengenommen zu haben und unterzeichnete nur für den Erhalt.
Genau dieses ist leider der große Fehler, den viele Personen begehen. Im schlimmsten Fall kann alleine diese Unterschrift ausreichen um dem Empfänger zu unterstellen er habe die Ware auch in dem beschädigten Zustand akzeptiert.
Richtig und sicher sind jedoch nur 2 Möglichkeiten :
1) Die Annahme der Sendung verweigern und den Lieferanten informieren, am besten sollte der Spediteur diese Zeit warten um ggf. eine Lösung zu finden die allen Seiten gerecht wird.
2) Die Unterschrift NUR dann leisten, wenn auf dem gleichen Zettel auch die Art des Schadens dokumentiert wird. Nur so greift später der Versicherungsschutz der Spedition.
Eine Unterschrift auf einem separatem Formular – am besten ohne Durchschlag für den Empfänger ist relativ sinnfrei – irgendwie gehen die auf der Rückfahrt zum Firmensitz der Spedition immer verloren.
Die Fahrer der Spedition sind – zumindestens nach meinem empfinden der letzten Jahre – anscheinend fast schon dazu angehalten Möglichkeiten und Wege zu finden um den Schaden dem Endkunden in die Schuhe zu schieben. Rechtlich ist der Versender ab dem zeitpunkt aus der Haft, wenn die Ware dessen Lager verlässt. Die Haftung für den Kunden beginnt, wenn er die Ware annimmt. Daher kann ich nur immer wieder betonen unbedingt alles schriftlich zu vermerken und eine Kopie für die Unterlagen zu behalten.
In dem aktuellen Fall wurde dem Kunden eine neue Maschinenabdeckung zur Selbstmontage gesendet – zum Glück waren keine systemrelevanten Teile beschädigt. Somit tragen wir geringe Kosten für das Blech und der Kunde ist mit einem blauen Auge davongekommen. Es hätte jedoch auch richtig teuer werden können.
– Drehmaschinen – Mehrspindelautomat und Hinterdrehmaschine »
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